Rezension:
Oma geht campen von Regine Kölpin

Bildquelle Droemer-Knaur Verlag
Taschenbuch: 320 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Droemer-Knaur
Preis: TB und E-Book 9,99 €
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Klappentext 
Regine Kölpins sympathische Heldin ist Bille Rubens, 73 Jahre alt und eigentlich eine sehr patente Frau. Trotzdem ist sie einem Betrüger aufgesessen, dem sie jetzt eine horrende Summe schuldet. Als wären das nicht genug Sorgen, verfolgt Fleischermeister Häwelmann sie mit Heiratsanträgen. Da kommt ihr das Angebot ihrer Nachbarn gerade recht: Für deren Kinder gibt Bille gern die Ersatz-Oma, und in dieser Funktion soll sie mit an die Nordsee, zum Campen. Leider reisen Billes Probleme ihr nach, weshalb es auf dem Campingplatz bald höchst turbulent zugeht. Ein Glück, dass Billes ›Enkelkinder‹ ihr beistehen, tatkräftig unterstützt von Biker Franz. Der nervt nicht mit Anträgen, dafür hat er eine Harley …

Meine Meinung
Bille konnte mich von Anfang an überzeugen und ihre Art habe ich geliebt. So stellt man sich eine richtige "Oma" vor. Sie hat ein einfach ein gutes Herz und will alle verwöhnen.
Und gerade wegen ihrem großen Herz macht sie einen Fehler, der sie nicht mehr schlafen lässt. Ihre Gedanken und Gewissensbisse konnte ich gut nachvollziehen und sie tat mir wirklich leid. Ich hätte ihr gerne mal unter die Arme gegriffen und ihr den richtigen Weg gezeigt. 
Mir ist schon klar warum die Männer so auf sie fliegen, denn trotz ihres Alters weiß sie wie man lebt.
Was sie ja richtig sympathisch gemacht hat, ist das sie eine absolute Leseratte ist und Bücher verschlingt. 

Die vielen weiteren Protagonisten haben mich in den Bann gezogen. Gerade die Rocker haben einen Platz in meinem Herzen erobert. Die "Enkelkinder" waren total süß und es hat richtig Spaß gemacht zu lesen, wie sie sich um ihre Oma kümmern und sich Gedanken machen. Ein paar Personen waren mir zwar etwas suspekt, aber das kommt ja im normalen Leben auch vor. Jeder der Charaktere wurde wunderbar ausgearbeitet und es hat wirklich an nichts gefehlt.

Die Umgebungsbeschreibungen waren wundervoll und ich habe richtig Lust aufs campen bekommen, auch wenn ich das selber noch nie gemacht habe. Es hat sehr zu Bille gepasst und man konnte Tag für Tag miterleben, wie wohl sie sich fühlt. Die Szenen am Strand laden schon ein bisschen zum Träumen ein. Die Autorin hat kein Detail ausgelassen und alles gut beschrieben.

Der Schreibstil hat sich der Geschichte angepasst und war schwungvoll. Ich persönlich hätte es mir etwas lustiger vorgestellt. Trotzdem hat es mich wunderbar unterhalten, weil auch gerade so viele unterschiedliche Protagonisten eine Rolle gespielt haben. Natürlich waren auch lustige Szenen dabei, aber dann auch wieder ernste Momente. Der Leser kann mit raten, wie es weitergeht und Bille sich aus dieser ausweglosen Lage bringen möchte.

Fazit
Eine tolle Mischung aus Humor, Gefühlen und Urlaubsfeeling. Die Autorin hat mich gut unterhalten und ich war bei Billes Abenteuern mittendrin.



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